Wenn aus Liebe Leben wird - Geburtsbericht


Unser Schatz erblickte am 28.07.2019 das Licht der Erde. In meinem heutigen Post möchte ich euch von der Geburt erzählen. Ich muss gestehen, ich hatte panische Angst. Die letzten Wochen war ich zwar wieder ruhiger und lies einfach alles auf mich zukommen. Aber vorher hatte ich einfach Angst. Bereits vor der Schwangerschaft stand für mich fest, dass ich einen Kaiserschnitt haben möchte. Freiwillig eine OP? Wie letztendlich alles kam und warum ich mich für das richtige entschieden habe erzähle ich euch im heutigen Geburtsbericht.





Negative Geburtserfahrungen lösen Angst aus


Ich habe einige Geburtsberichte gelesen und auch was im Wochenbett passiert. Die ganzen Berichte haben mir Angst gemacht. Einleiten, 11 Stunden in den Wehen liegen, einen Dammriss bekommen. Danach einen Wochenfluss haben und sich vor lauter schmerzen nicht mehr abwischen können.... Horror! 

Trotzdem lies ich die Sache ganz lange einfach laufen und habe den Gedanken an die Geburt verdrängt. Einen Kaiserschnitt hätte ich selbst zahlen müssen. Zudem halten viele nichts davon. Außerdem ist es doch natürlich, dass Kind normal zu bekommen. Nach einem Kaiserschnitt hat man eine Narbe. Man sieht das Kind nicht sofort. Zudem haben die Kinder oftmals Probleme mit Fruchtwasser in der Lunge oder sie sind in der Bewegung eingeschränkt. Ich wusste einfach nicht was ich machen soll und entschied mich es einfach laufen zu lassen. 


Die letzten Wochen vor der Geburt


Der Kleine lag schon 3 Wochen vor Geburt fest mit seinem Kopf in meinem Becken. Die Hitze war wirklich unerträglich. Zudem hatte ich die letzten Wochen vermehrt schmerzen. Allerdings hielten diese sich in Grenzen. Der Arzt meinte noch, dass er davon ausgeht wir sehen uns nochmal. Spricht er wird den ET am 29.07.2019 überschreiteten. Ich habe dem Kleinen dann gesagt Schatz wenn du kommen magst bitte am Wochenende und noch vor ET. Aber die Kleinen kommen ja wann sie wollen. 

Also dachte ich, dass es auf jeden Fall über den ET geht. Freitag den 26.07.2019 ging es mir am Abend nicht so gut. Ich war müde und hatte auch wieder unangenehme schmerzen. Dabei hatte ich am Morgen noch Yoga gemacht. Insgesamt kam ich in dieser Woche auf dreimal Yoga und bin noch viel gelaufen. Da ich so fit war, dachte ich an die Worte meines Arztes. Der ja meinte, dass er wahrscheinlich erst nach ET kommt. 

Samstag putze ich mit meinem Mann die Wohnung und mittags sahen wir am Laptop das Fußballspiel vom 1.FC Kaiserslautern an. Die schmerzen wurden immer häufiger. Bisher hatte ich solche schmerzen noch nicht. Mir war klar, dass es Wehen sind. Innerlich verspürte ich eine unruhe. mein Schatz war aber immer noch total aktiv. Deshalb dachte ich nicht daran, dass er kommen könnte. Ich nahm ein Bad um die schmerzen zu Lindern. Da sie nicht schlimmer wurden, dachte ich an einen Fehlalarm. Nach dem Baden ging es aber wieder los. Wir wollten an dem Abend seit langer Zeit mal wieder zu Mc Donalds. Irgendwann sagte ich zu meinem Mann: "Wenn du noch immer in den MC Donald gehen willst, sollten wir es jetzt tun" Also fuhren wir los. Dort hatte ich wieder zweimal so starke schmerzen. Wie eine Welle kamen diese an und gingen wieder. Zuhause angekommen wurden die Abstände immer kleiner und wir fuhren ins KH. 


Es geht los!

Ich kam direkt an das CTG und tatsächlich der Wehenschreiber schlug aus und die Hebamme schickte meinen Mann auf die Station um mich anzumelden. Von dieser Zeit an wurden die schmerzen immer schlimmer. Hätte ich mir doch lieber gleich eine PDA geben lassen. Stattdessen versuchte ich noch herum zu laufen. Legte mich in die Badewanne, da hatte ich das Gefühl es zerreißt mich. Ich Dramaqueen habe so geschrien. Die Hebamme konnte mich aber beruhigen. Mein Mann war zum Glück auch für mich da. Ich habe ihn nur dreimal angezickt. Darauf bin ich ganz stolz. ich hatte schon Panik, dass er zu viel abbekommt. Trotzdem zerrte das ganze auch an seinen Nerven. Nach der PDA ging es dann doch etwas besser. Aber dieser Druck von meinem Kleinen war schon heftig. Er wollte unbedingt raus. Dabei war der Muttermund noch gar nicht ganz offen. Die Fruchtblase ist dann geplatzt und die Hebamme meinte wir sind bei 5cm. Nur ein paar Minuten später meinte sie, dass ich pressen soll. Der Muttermund war bestimmt noch nicht ganz offen, aber die Presswehen setzten ein. Ich bemerkte, wie sie mit half. Auf einmal spürte ich etwas klitschiges zwischen meinen Beinen baumeln. Sie schob den Po noch an und ich hörte zum ersten mal die Stimme meines Sohnes. Ich sah nach vorne und merkte wie er immer noch an mir dran hing. Die Nabelschnur hat uns noch verbunden. Mein mann schnitt diese dann durch und Jan wurde ihn ein Handtuch gewickelt. Sofort kam er an meine Brust und ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Nach nur 5,5 Stunden war mein Sohn auf der Welt. Ich bemerkte, wie ein paar Minuten später dann auch noch der Muttermund raus kam. Die Hebamme und auch die Ärztin schauten ob alles ok ist. Ich hatte keinen Dammriss, mir ging es gut. Nur mein rechter Oberschenkel war taub und deshalb konnte ich nicht aufstehen. Zudem brannte noch für wenige Minuten meine Vagina. Doch dieses brennen lies schnell nach. Um 2:26 kam unser Engel. Er kam vor dem ET und am Wochenende, so wie es Mama gewünscht hatte. 

Nach dem Bonding half mir die Hebamme auf das Krankenbett und ich wurde in das Zimmer gefahren. Um 11.00 Uhr kam mein Mann wieder zu uns. In den Stunden habe ich kaum geschlafen. War viel zu aufgeregt und habe meinen Sohn beobachtet, ihn zu mir geholt und wieder gestillt. 



Direkt nach Hause


Gegen 15 Uhr ging ich bereits nach Hause. Uns ging es gut und ich wollte nicht länger im Krankenhaus bleiben. Meine Hebamme kam zwei tage später zu mir. Alles bei bester Ordnung. Am 02.08 hatten wir die U2 auch die Ärztin war sehr zufrieden. Unser Schatz hat lediglich etwas Luft im Bauch. Hierfür haben wir Magentropfen bekommen. Seitdem geht es ihm auch besser. 


Wochenbett


Babyblues, Wochenfluss und Schmerzen


Über das Wochenbett hört man so einiges. Man soll essen vorkochen, da man nicht dazu kommt etwas zu machen. Man hat einen Wochenfluss und zudem kommt der Babyblues auf. 

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass bei jedem die Schwangerschaft und die Geburt anders verläuft. Auch das Wochenbett ist bei jedem anders. Meine Blutungen sind nach 10 Tagen fast ganz weg und meine Gebärmutter hat sich schon komplett zurückgebildet.Meine Hebamme war ganz erstaunt und meinte, ich hätte eine krasse Rückbildung. Bei anderen dauert es länger. Ich konnte mich am Tag der Geburt ganz normal abwischen. Ich hatte aber auch keinen Dammriss und musste nicht genäht werden. Sprich, es gibt Frauen bei denen es nicht so gut verläuft. 

Ich bin recht aktiv. Schaue, dass ich den Haushalt im groben erledige und mache sogar nach der ersten Woche wieder Sport. Natürlich kümmere ich mich auch um meinen Sohn und kuschele ganz viel mit ihm. Ich lese dem Kleinen vor und singe für ihn. Natürlich bin ich müde und etwas erschöpft. Ansonsten geht es mir aber gut. 

Schmerzen hatte ich nur die ersten Tage. Die schmerzen waren so wie bei der Periode. Nach dem stillen etwas mehr. Stillen fördert die Rückbildung, deshalb kann es danach etwas im Unterleib schmerzen.   

Zum Babyblues. Mit meinen Depressionen hatte ich Angst, dass ich in eine Wochenbettdepression falle. Zum Glück blieb ich bisher davon verschont. An manchen Tagen bin ich sehr theatralisch und muss wegen jedem bisschen weinen. Darüber rede ich dann einfach mit meinem Mann. 


Eine tiefe Liebe


Während ich diese Zeilen schreibe, schaue ich auf meinen Sohn. So eine tiefe Liebe mir laufen Tränen die Wangen runter. Tränen voller Glück und Freude. Ich konnte mir nicht vorstellen, welch eine tiefe Liebe man empfinden kann. Jede Wehe, jede Anstrengung und jeder Schmerz lohnt sich für so ein Wunder. Ich bin froh, dass ich mich für die normale Geburt entschieden habe. Zum einen habe ich so alles mitbekommen, durfte meinen Schatz gleich haben und zum anderen ging es mir direkt danach super. 

Man sagt, dass man die Geburt vergisst und auch die schmerzen. Bisher habe ich noch nichts davon vergessen. Trotzdem kann ich mir irgendwann ein zweites Kind vorstellen. 




Habt ihr noch Fragen zur Geburt oder dem Wochenbett? 
Schreibt sie gerne in die Kommentare oder via PN.
Ihr könnt auch auf Instagram eure Fragen los werden. 


Kommentare :

  1. Erst einmal Herzlichen Glückwunsch zur Geburt von eurem kleinen Sonnenschein! Schön, dass im Endeffekt alles so gut lief :)
    Liebe Grüße, Mona

    AntwortenLöschen
  2. Wir mag ihre Blog, und möchten mit Ihnen Kooperation machen, mehr können Sie brautjungfernkleider suchen.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar von euch und schreibe euch auch immer zurück. Ihr dürft natürlich auch Kritik äußern. Allerdings werde ich beleidigende Kommentare oder auch Spam löschen.

My Instagram

Designed By OddThemes | Distributed By Blogger Templates